Über uns

Europäisches Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung

Das Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) geht auf eine Initiative der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig zurück, die 2002 mit der Universität Leipzig  (Prof. Dr. Michael Haller, Lehrstuhl Journalistik) das Gemeinschaftsprojekt „Institut für praktische Journalismusforschung (IPJ)“ ins Leben rief. Mit Forschungsprojekten, Promotionsstipendien, Seminaren, Tagungen, Publikationen und Schulungsprogrammen möchte das Institut einen Beitrag zur Sicherung der Informations-, Medien- und Meinungsfreiheit leisten sowie die Bedingungen untersuchen, die einen von Machtträgern unabhängigen Journalismus stärken. Das Institut besitzt den Status eines gemeinnützigen Vereins.

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig stellt dem EIJK die Infrastruktur an ihrem Stiftungssitz zur Verfügung und unterstützt es auch mit einer institutionellen Förderung.

Zur Sinn- und Zweckbestimmung des gemeinnützigen Instituts heißt es in der Präambel der Vereinssatzung:

„Das Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) sieht sich in der Tradition der Friedlichen Revolution von 1989. Medien- und Meinungsfreiheit sowie unabhängiger Journalismus waren damals Kernforderungen hunderttausender Leipziger Demonstranten. Heute gehören diese Freiheiten zu den unverhandelbaren, jedoch stets zu verteidigenden Grundwerten der demokratischen Gesellschaften Europas. In diesem Sinne eint die Vereinsmitglieder die Überzeugung, dass der Erforschung gesellschaftlicher Informationsstrukturen und Kommunikationsprozesse eine hohe Bedeutung zukommt. Die Institutsarbeit soll sich vor allem mit dem Forschungsfeld ‚Medien und Journalismus in Europa‘ auseinandersetzen und so einen Beitrag zur Stärkung der Medienfreiheit und Unabhängigkeit des Journalismus leisten. Mit theorieorientierten und empirischen Untersuchungen wie auch mit praxisbezogenen Projekten trägt das Institut zur Aufklärung der Problemfelder, zur Erarbeitung von Problemlösungen sowie zum internationalen Diskurs bei.“

Vorstand

Prof. Dr. Gabriele Hooffacker, Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Gabriele Hooffacker, geboren 1959 in München, studierte Germanistik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1986 promovierte sie mit einer Arbeit über Einblattdrucke des 17. Jahrhunderts. 1999 gründete sie die Münchner Journalistenakademie mit Lehrgängen und Seminaren rund um Online-Journalismus, die sie bis 2013 leitete, 2008 die Stiftung Journalistenakademie. 

2013 erhielt Hooffacker den Ruf an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig. Zwischen 2019 und 2025 war sie stellvertretende Institutsdirektorin des Instituts für Digitales Lehren und Lernen der HTWK Leipzig, das sie mitgegründet hat. Von 2020 bis 2025 war sie Mitglied des Hochschulrates der HTWK.

Gabriele Hooffacker ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie in der Jury des Alternativen Medienpreises. Mit Horst Pöttker und weiteren gibt sie seit 2018 die Open-Access-Zeitschrift Journalistik – Zeitschrift für Journalismusforschung heraus. Sie ist Herausgeberin der Journalismus-Reihe Journalistische Praxis (Springer VS).

Prof. Dr. Michael Haller, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Prof. Dr. Michael Haller, geboren 1945 in Konstanz, studierte Philosophie, Sozial- und Politikwissenschaften in Freiburg und Basel, promovierte zur politischen Philosophie Hegels („System und Gesellschaft“) und sammelte umfangreiche journalistische Erfahrungen als leitender Redakteur in mehreren Regionalzeitungen. Prägend waren seine Stationen als Reporter beim Spiegel, dessen Redaktion er über zehn Jahre angehörte, sowie der Zeit. Dort leitete er über mehrere Jahre das Ressort „Dossier“.

Anfang 1993 erhielt Haller den Ruf auf die Professur für Allgemeine und Spezielle Journalistik an der Universität Leipzig. Von 1994 bis zu seiner Emeritierung 2010 hatte er den Lehrstuhl Journalistik inne. Seither berät er Medienredaktionen und wirkt als Stiftungsrat in Einrichtungen der Journalistenausbildung im In- und Ausland. Seit 2018 ist er gewähltes Mitglied der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Neben zahlreichen medienwissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Funktion des Journalismus in informationsoffenen Gesellschaften war Haller Gründungsherausgeber der internationalen Zeitschrift für Journalismus message sowie Herausgeber der Buchreihe Leipziger Journalismus. Als Verfasser mehrerer Lehrbücher hat er grundlegende Standards des praktischen Journalismus geschaffen.

Seit dessen Gründung 2003 bis April 2026 war Michael Haller Wissenschaftlicher Direktor des EIJK.

Porträt Stephan Seeger

Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand

Stephan Seeger ist Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig und geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig sowie der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land, zudem Vorstandsmitglied des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF). Von 1993 bis 1998 war Seeger Pressesprecher des Leipziger Regierungspräsidenten. Er studierte Neuere Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Philosophie (Abschluss „Magister Artium“) und Evangelische Theologie an der Eberhard-Karls-Universität zu Tübingen.

Tel.: 0341-562 96 61
Fax: 0341-562 96 63
E-Mail: stephan.seeger@leipziger-medienstiftung.de

Martin Hoffmann, Vorstandsmitglied

Martin Hoffmann arbeitet beim MDR in der Redaktion „Osteuropa und Dokumentationen“.  Zuvor war er für das ZDF beim „heute journal“ und dem „mittagsmagazin“ in Mainz tätig. Er studierte Politik- und Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Frankfurt/Oder und in Iasi, Rumänien, sowie Journalismus an der Universität Leipzig mit dem Abschluss Master of Arts. Als Doktorand untersucht Martin Hoffmann den Widerspruch, der zwischen der institutionellen Unabhängigkeit und der staatlichen Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in verschiedenen Staaten Europas besteht. Er publizierte mehrere international beachtete Studien zum Zusammenhang von „Lügenpresse“-Vorwürfen und Gewalt gegen Journalisten in Deutschland für das ECPMF.

Martin Fiedler, Vorstandsmitglied

Martin Fiedler, geboren 1982 in Leipzig, studierte Geschichte und Anglistik an der Universität Leipzig und schloss sein Studium mit dem Magister ab. Seit 2011 ist er für die Stiftungen der Sparkasse Leipzig tätig. Er ist zuständig für Stiftungs- und Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Geschäftsstelle des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung.

Tel.: 0341-562 96 62
Fax: 0341-562 96 63
E-Mail: m.fiedler@mitteldeutsches-stiftungsmanagement.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Tel.: 0341-562 96 67
E-Mail: gert@eijc.eu

Stephan Gert

Stephan Gert studierte Philosophie und Literatur an den Universitäten Hildesheim und Leipzig (Abschluss Master of Arts). Als Redakteur und Videoproduzent hat er den fit for news Podcast mit entwickelt und die Werbekampagne in den sozialen Medien für diesen betreut. Außerdem ist er mitverantwortlich für die inhaltliche Weiterentwicklung von fit for news.